Wie macht man eine Kerze

Wie macht man eine Kerze? Die ultimative Anleitung zum Kerzen selber machen

Die Frage "Wie macht man eine Kerze?" beschäftigt viele kreative Köpfe, die ihr Zuhause mit selbstgemachten Schätzen verschönern möchten. Kerzen selber machen ist nicht nur ein wunderbares Hobby, sondern auch eine Möglichkeit, einzigartige Dufterlebnisse zu schaffen, die Ihre Persönlichkeit widerspiegeln. In diesem umfassenden Leitfaden erfahren Sie alles über die Kerzenherstellung – von der Auswahl des richtigen Wachses bis hin zu professionellen Tipps, die Ihre DIY Kerzen zu wahren Kunstwerken machen. Ob Sie bereits erste Erfahrungen mit dem Kerzen gießen gesammelt haben oder völliger Neuling sind, diese Anleitung Kerzen gießen wird Sie Schritt für Schritt zu perfekten Ergebnissen führen. 🕯️

Die Grundlagen der Kerzenherstellung: Was Sie wissen müssen

Die richtige Wachsauswahl für Ihre DIY Kerzen

Die Basis jeder gelungenen Kerze liegt in der Auswahl des richtigen Wachses. Wachsarten unterscheiden sich nicht nur in ihrer Herkunft, sondern auch in ihren Eigenschaften beim Wachsschmelzen und der späteren Brenndauer.

Sojawachs hat sich als absoluter Favorit unter Hobbybasteltern etabliert. Dieses natürliche Wachs aus Sojabohnen brennt etwa 50% länger als herkömmliches Paraffinwachs und gibt Duft gleichmäßiger ab. Stellen Sie sich vor, wie Ihr Wohnzimmer von dem sanften Schimmer einer selbstgemachten Sojakerze erhellt wird – ein Erlebnis, das industrielle Kerzen selten bieten können.

Bienenwachs bringt seinen ganz eigenen Charme mit sich. Diese goldene Kostbarkeit reinigt sogar die Raumluft und verströmt einen subtilen Honigduft. Allerdings benötigt Bienenwachs eine höhere Gießtemperatur (etwa 65-70°C) und kostet mehr als andere Wachsarten.

Für Einsteiger eignet sich Rapswachs hervorragend, da es sich leicht verarbeiten lässt und eine cremige Textur entwickelt. Kokoswachs hingegen bietet eine besonders reine weiße Farbe und eignet sich perfekt für elegante Kerzen, die Ihr individuelles Wohnambiente unterstreichen.

Eine einfache Berechnung hilft Ihnen bei der Mengenplanung: Für ein 200ml Glasgefäß benötigen Sie etwa 160-180g Wachs, da Wachs beim Abkühlen um circa 10-15% schrumpft.

Docht und Duft: Die Seele Ihrer Kerze

Der Kerzendocht ist das Herzstück jeder Kerze – ohne ihn bleibt selbst das beste Wachs nur ein dekoratives Element. Dochtarten variieren je nach Kerzengröße und Wachstyp erheblich.

Für Sojawachs in Gläsern mit 6-8cm Durchmesser verwenden Sie einen HTP-Docht der Größe 83 oder 105. Bei Bienenwachs greifen Sie zu ECO-Dochten, da diese die höhere Schmelztemperatur besser bewältigen. Der richtige Docht entscheidet darüber, ob Ihre Kerze gleichmäßig abbrennt oder unschöne Tunnel bildet.

Das Docht fixieren gelingt am besten mit Dochthaltern aus Metall. Diese kleinen Scheiben werden am Dochtende befestigt und sorgen für stabilen Halt im Glasgefäß. Ein professioneller Tipp: Tauchen Sie den Docht vor dem Fixieren kurz in geschmolzenes Wachs – so haftet er besser am Gefäßboden.

Ätherische Öle und Duftöle für Kerzen verleihen Ihren Kreationen die gewünschte Duftnote. Rechnen Sie mit 6-10% Duftölanteil bezogen auf die Wachsmenge. Bei zu viel Öl kann die Kerze nicht richtig brennen, bei zu wenig bleibt der Duft schwach. Lavendel für entspannende Abende, Zitrusfrüchte für energievolle Morgenstunden – die Möglichkeiten sind grenzenlos!

Schritt-für-Schritt Anleitung: Vom Wachs zur fertigen Kerze

Die Vorbereitung: Werkzeug und Arbeitsplatz

Bevor Sie mit dem Kerzen gießen beginnen, bereiten Sie Ihren Arbeitsplatz sorgfältig vor. Kerzenwerkzeug umfasst einen Schmelztopf (alternativ ein Wasserbad), ein Thermometer für Wachs, Kerzengießformen oder Glasgefäße, sowie Silikonformen für besondere Designs.

Sicherheit steht an erster Stelle! Diese Sicherheitsvorkehrungen sollten Sie unbedingt beachten:

  • Arbeiten Sie nie mit heißem Wachs in der Nähe offener Flammen

  • Halten Sie einen Feuerlöscher oder eine Löschdecke bereit

  • Tragen Sie langärmlige Kleidung und geschlossene Schuhe

  • Lüften Sie den Raum ausreichend

  • Halten Sie Kinder und Haustiere fern

Der ideale Arbeitsplatz ist gut belüftet, hat eine hitzebeständige Oberfläge und ausreichend Platz für alle Materialien. Legen Sie Zeitungspapier aus – Wachsflecken lassen sich schwer entfernen!

Der Gießvorgang: Präzision trifft Kreativität

Das Wachsschmelzen erfordert Geduld und Präzision. Erwärmen Sie Ihr gewähltes Wachs langsam im Schmelztopf oder Wasserbad. Sojawachs schmilzt optimal bei 60-65°C, während Paraffinwachs 80-85°C benötigt. Ein Thermometer für Wachs ist dabei unverzichtbar – zu heißes Wachs kann den Duft zerstören oder gefährlich werden.

Timing ist alles beim Kerzen gießen! Fügen Sie Duftöle für Kerzen erst bei der optimalen Temperatur hinzu. Bei Sojawachs geschieht dies bei etwa 60°C, bei Paraffinwachs bei 70°C. Rühren Sie vorsichtig um, damit sich das Öl gleichmäßig verteilt.

Kerzenfarben werden ebenfalls bei der richtigen Temperatur eingerührt. Weniger ist mehr – beginnen Sie mit winzigen Mengen und steigern Sie nach Bedarf. Eine Messerspitze Farbe reicht oft für 500g Wachs!

Positionieren Sie den Kerzendocht mittig im Glasgefäß und fixieren Sie ihn oben mit einem Holzstäbchen oder Dochthalter. Gießen Sie das Wachs langsam und gleichmäßig ein, lassen Sie etwa 1cm Rand zum oberen Gefäßrand.

Ein Profi-Trick für glatte Oberflächen: Gießen Sie in zwei Durchgängen. Füllen Sie zunächst das Gefäß zu 80%, lassen Sie es leicht abkühlen und füllen Sie dann den Rest auf. So vermeiden Sie unschöne Mulden in der Mitte.

Die Brenndauer berechnen ist einfach: Eine 200ml Kerze aus Sojawachs brennt etwa 40-50 Stunden, Bienenwachs sogar bis zu 60 Stunden. Bei Paraffinwachs rechnen Sie mit 30-35 Stunden.

Kreative Gestaltung und Verzierung

Kerzen dekorieren und individualisieren

Nach dem Aushärten beginnt der kreativste Teil der Kerzenherstellung: das Kerzen dekorieren. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf! Kerzen mit getrockneten Blumen schaffen romantische Akzente, während Kerzen mit Kräutern nicht nur optisch begeistern, sondern auch subtile Duftnuancen beisteuern.

Ein beliebter Trend ist das Einarbeiten getrockneter Lavendelblüten oder Rosenblätter direkt ins Wachs. Platzieren Sie diese an den Glaswänden, bevor Sie das Wachs einfüllen – so entstehen zauberhafte Motive, die im Kerzenschein besonders zur Geltung kommen.

Kinder Kerzen basteln wird zu einem unvergesslichen Erlebnis, wenn Sie bunte Wachsreste verwenden. Aus alten Kerzen lassen sich wunderbare Schichtkerzen kreieren – jede Schicht eine andere Farbe, ein kleines Kunstwerk entsteht.

Upcycling und Nachhaltigkeit

Upcycling Kerzen und Restwachs verwerten schont nicht nur die Umwelt, sondern eröffnet völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten. Sammeln Sie Wachsreste verschiedener Farben in separaten Behältern. Bei der nächsten Kerzenmanufaktur-Session können Sie daraus marmorierte Effekte oder bunte Schichtkerzen kreieren.

Denken Sie an die Umwelt: Verwenden Sie alte Gläser als Glasgefäße, schaffen Sie aus zerbrochenen Teelichtern neue Kunstwerke oder organisieren Sie einen Kerzenworkshop mit Freunden – gemeinsam macht das Kerzen selber machen noch mehr Freude!

Eine Geschenkidee Kerzen der besonderen Art: Personalisierte Kerzen mit den Lieblingsdüften des Beschenkten. Stellen Sie sich vor, wie eine selbstgemachte Kerze mit warmem Vanilleduft das Lächeln Ihrer Liebsten zaubert – solche Momente sind unbezahlbar.

Häufig gestellte Fragen zum Kerzen selber machen

Welches Wachs eignet sich am besten für Anfänger?

Sojawachs ist ideal für Einsteiger, da es bei niedriger Temperatur schmilzt, gut Duft aufnimmt und Fehler verzeiht. Es kostet zwar etwas mehr als Paraffinwachs, aber die Vorteile überwiegen deutlich. Die Verarbeitung ist unkompliziert und das Ergebnis meist zufriedenstellend, selbst wenn kleine Fehler passieren.

Wie lange muss eine selbstgemachte Kerze aushärten?

Die Aushärtezeit hängt von der Wachsart und Kerzengröße ab. Sojawachs-Kerzen sollten mindestens 24 Stunden ruhen, bei Bienenwachs rechnen Sie mit 48 Stunden. Große Kerzen benötigen entsprechend länger. Geduld lohnt sich – vorzeitig angezündete Kerzen brennen oft ungleichmäßig ab.

Warum tunnelt meine selbstgemachte Kerze?

Tunnelbildung entsteht meist durch einen zu kleinen Kerzendocht oder zu schnelles Löschen beim ersten Brennvorgang. Die erste Brennsession sollte so lange dauern, bis der gesamte Wachspool bis zum Rand geschmolzen ist – das "trainiert" die Kerze für gleichmäßiges Abbrennen.

Können ätherische Öle Kerzen zum Rauchen bringen?

Zu viel ätherische Öle oder minderwertige Duftöle für Kerzen können tatsächlich zu Rußbildung führen. Halten Sie sich an die 6-10% Regel und kaufen Sie qualitativ hochwertige, speziell für Kerzen entwickelte Duftöle. Weniger ist oft mehr – ein subtiler Duft wirkt eleganter als eine überwältigende Duftwolke.

Wie bewahre ich selbstgemachte Kerzen am besten auf?

Lagern Sie Ihre DIY Kerzen kühl und trocken, geschützt vor direktem Sonnenlicht. Sojawachs-Kerzen können bei Hitze weich werden, während Bienenwachs einen natürlichen weißlichen Belag entwickeln kann – das ist völlig normal und beeinträchtigt die Qualität nicht.

Entdecken Sie bei Dreyscandles eine sorgfältig kuratierte Auswahl hochwertiger Kerzen, die Ihr Zuhause in ein Refugium verwandeln. Jede Kerze erzählt ihre eigene Geschichte und lädt Sie ein, Ihre ganz persönliche Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. ✨🕯️

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